Diese Geschichte von „Byzanz & dem Westen“ beginnt ...

... als das Römische Reich im 4. Jahrhundert geteilt wird.

Das Römische Reich erstreckt sich rund um das Mittelmeer. Aufgrund seiner Größe ist es schwer zu verwalten und noch schwerer zu verteidigen. Also wird es in zwei Hälften – West und Ost – geteilt.

Für das Weströmische Reich ist das der Anfang vom Ende: Es hat mit inneren wie äußeren Unruhen zu kämpfen und wird von zahlreichen Angreifern überrannt.

Ganz anders im Osten: Das Oströmische oder Byzantinische Reich steigt mit der Hauptstadt Konstantinopel zur Weltmacht auf und wir zum politischen und kulturellen Zentrum des Mittelmeeres.

Trotz der Trennung reisen Menschen weiterhin von Ost nach West, vor allem aber von West nach Ost: Viele kommen, um Geld zu verdienen, indem sie für Byzanz kämpfen. Noch mehr machen sich als Pilger auf den Weg, um die heiligen Stätten zu besuchen. Manche bleiben in der Ferne und beginnen dort ein neues Leben. Andere kehren zurück. In ihrem Gepäck haben sie kostbare Gegenstände, neue Ideen und fantastische Geschichten.

Byzanz strahlt. Es glänzt. Seine Schätze sind im Westen heiß begehrt. Wer zur absoluten Elite zählen will, trägt byzantinische Seide, besitzt Reliquien von östlichen Heiligen oder heiratet gar eine Prinzessin. Doch die Byzantiner geben ihre Schätze nur ausgesuchten Freunden als Geschenke. So lassen sich Feinde beschwichtigen und Freunde gewinnen.

Politische und religiöse Differenzen, Sprachbarrieren und entgegengesetzte Interessen belasten die Beziehung zwischen Byzanz und dem Westen zunehmend. Die Kluft wird immer tiefer. Beide Seiten schüren vorhandene Vorurteile und heben die trennenden Elemente ihrer Kulturen hervor. Ein fatales Spiel, das schließlich mit dem Untergang der einstigen Supermacht Byzanz endet.

„Byzanz & der Westen“ ist eine Zeitreise durch 1000 vergessene Jahre. Die Ausstellung zeigt nicht nur die Geschichte zweier Reiche, sondern erzählt über Kommunikation und gegenseitige Wahrnehmung, Meinungsverschiedenheiten und Vorurteile, über Sehnsüchte und Ängste – eine universale Erzählung der Menschheit!

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