Handwerk

Lasset uns werken!

Was machen Sie, wenn Sie „blau machen“?
Joseph Koó betreibt im Burgenland mit seiner Frau bereits in dritter Generation eine der letzten Blaudruckereien Europas. Nach alter Tradition werden Stoffe mit Mustern und Ornamenten versehen und anschließend blau gefärbt. 2018 wurde der Blaudruck sogar in die Liste des „Immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ der UNESCO aufgenommen. Erfahren Sie in der Ausstellung „Der Hände Werk“ mehr zur Arbeit der Blaudrucker!

Handgemacht
Altes Handwerk ist bedeutend und darf nicht in Vergessenheit geraten. Der Werkraum Bregenzerwald hat sich der Aufrechterhaltung der Handwerkskultur verschrieben und macht seit 1999 regionales Handwerk für die Öffentlichkeit sichtbar. Handwerkerinnen und Handwerker unterschiedlicher Betriebe geben ihre Fähigkeiten und Kenntnisse preis und möchten durch Nachwuchsarbeit und die Ausbildung von Fachkräften die Zukunft des Handwerks sichern. „Der Hände Werk“ präsentiert Filmaufnahmen des Werkraums Bregenzerwald, die für eine Ausstellung im Jahr 2016 entstanden. Diese sind eine Bestandsaufnahme von Dingen, die mit der Hand gemacht werden. Erfahren Sie mehr zum Werkraum Bregenzerwald!

Nach allen Regeln der Kunst
Kunst und Handwerk unterscheiden sich und liegen doch nah beieinander. Kunsthandwerk setzt präzises Wissen und lange, oft generationsübergreifende Erfahrung voraus. Es braucht aber auch die Kundschaft, die sich exklusives Kunsthandwerk leisten kann.

Heinrich Hetzer hat die Kunst des Webens im Blut. Seine Familie ist seit Generationen in diesem Handwerk tätig. Zu den herausragenden Produkten seiner unvergleichlichen Handwerkskunst zählen der Wanddamast für zwei Zimmer des Appartements von Kronprinz Rudolf in Schloss Schönbrunn und die textile Ausstattung einer historischen Kutsche der Fürsten Esterházy. Heinrich Hetzers ausgestellter Handwebstuhl gewährt einen Einblick in die Fertigung der kostbaren Stoffe.

Hier geht es „zünftig“ zu!
Die Geschichte des in Zünften organisierten Handwerks reicht bis ins Mittelalter zurück. Die jeweilige Zunft regelte in ihrem Einzugsgebiet die Zulassung zum Gewerbe, die Ausbildung, den Umfang und die Qualität der Produktion sowie die soziale Versorgung der Familien. Zunfttruhen, Zunftkrüge, „Willkomm-Gefäße“ und Tischzeichen geben uns Einblick in die handwerklichen Strukturen im Mittelalter bis zum Ende des Zunftwesens mit der Einführung der Gewerbefreiheit im Jahr 1859.

Kundschaften und Wanderbücher sind Zeugen jener Zeit. Sie dokumentierten die Reisen der Handwerksgesellen „auf der Walz“, die in den verpflichtenden Wanderjahren ihr Wissen verbreiteten und neues Wissen erlangten. 
Die Wirtschaftskammer NÖ lässt diese alte Tradition hochleben und führt die Wanderjahre mit der Intiative „Let’s Walz“ wieder ein. Lehrlinge haben die Möglichkeit, ein vierwöchiges Praktikum in Partnerbetrieben in ganz Europa zu absolvieren. Erfahren Sie mehr zu „Let’s Walz“.

Handwerk ist innovativ
Der vielseitige Werkstoff Ton ist stets mit der Zeit gegangen. Seit der Jungsteinzeit werden Porzellan und Keramik immer wieder neu interpretiert und begleiteten so die kulturelle Entwicklung des Menschen. Heute werden zahlreiche innovative Produkte aus diesen Materialien gefertigt, die aus dem täglichen Gebrauch nicht wegzudenken sind.

Von den alltagstauglichen Werkstücken der Keramikerin Martina Zwölfer bis zum „Tuchofen“-Projekt der Künstlerin Marie Janssen und der technischen Keramik in der Medizintechnik und Industrie … die Ausstellung „Der Hände Werk“ zeigt die Vielseitigkeit des Werkstoffs Keramik vom traditionellen Handwerk bis zum innovativen 3D-Druck.

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