Welche Bedeutung hatten der Bosporus, das schwarze Meer und die Donau für Byzanz? Gab es da Handelswege? Wie wurden die bewältigt? Die Schifffahrt muss ja auch damals eine der schnellsten Fortbewegungsmittel gewesen sein?

Sepp Ginner

Handel

Donau und Bosporos waren für den Handel, die Logistik und die allgemeine Kommunikation von großer Bedeutung. Die Donau war über Jahrhunderte der Grenzfluß des byzantinischen Reiches; Schiffahrt gab es auf vielen Abschnitten, insbesondere im unteren Bereich nahe der Mündung. Die Straße entlang der Donau wurde oft genutzt, unter anderem von den Kreuzrittern… der enorm fischreiche Bosporos verbindet den Schwarzmeerraum mit der Propontis und der Ägäis, Konstantinopel als Reichshauptstadt war jener Knotenpunkt, an dem alle Schiffahrtswege und Kommunikationsrouten zusammenliefen. Die Grabungsfunde in Yenikapi in Istanbul, dem Areal des alten Theodosios-Hafen, der insbesondere für die Getreideversorgung der Reichshauptstadt dienlich war, veranschaulichen in ihrer Vielzahl exemplarisch die Bedeutung der Routen. – Wenn die Schiffahrt auch ein schnelles Fortbewegungsmittel war, so sollte man doch insbesondere für die frühbyzantinische Zeit (4.-7. Jh.) nicht die Bedeutung des ausgezeichneten, von den Römern übernommenen Straßensystems übersehen.

 

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