Wer hat als erstes bzw. als letztes in Byzanz regiert und wer hat am längsten nach der Spaltung regiert?

Patrick Plöchl

Kaiser

Viele Historiker lassen die Geschichte des Byzantinischen Reiches mit der Regierungszeit Kaiser Konstantins I. des Großen (reg. 306 - 337) beginnen. Konstantinopel wurde 330 n. Chr. durch Konstantin gegründet. Andere wiederum setzen den Beginn dem Datum der „Trennung“ zwischen dem Weströmischen und dem Oströmischen Reich im Jahr 395 gleich: Damals gab Kaiser Theodosius I. (reg. 379–394), der das Gesamtreich allein regiert hatte, die Herrschaft zu gleichen Teilen an seine Söhne weiter. Der ältere, Arcadius (reg. 395 - 408), erhielt Konstantinopel und den Osten, während sein Bruder Honorius zunächst von Mailand, dann von Ravenna aus über das Westreich herrschen sollte. Die Trennlinie verlief in Europa entlang des Flusses Drina, der heute Bosnien-Herzegowina von Serbien abgrenzt. Von den Zeitgenossen wurde dies jedoch keineswegs als Schaffung zweier getrennter Reiche gesehen. Es gab einfach ein Kaiserkollegium, das sich die Verwaltung teilte.
Der letzte byzantinische Kaiser war Konstantin XI. Dragases Palaiologos (reg. 1448 - 1453). Kaiser Basileios II. aus der Makedonischen Dynastie regierte von 976 bis 1025 und zählt somit mit 49 Regierungsjahren zu den am längsten regierenden Herrschern. Zählt man dessen Mitregentschaft mit Nikephoros Phokas und Johannes Tzimiskes ab dem Jahr 963 nach dem Tod seines Vaters Romanos II. mit, kommt man sogar auf 63 Jahre Regentschaft.

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