Warum wird in der Führung das Mailänder Edikt von 313 als erste staatliche Anerkennung des Christentums bezeichnet, während etwa Armenien bereits im Jahre 301 Christentum zur Staatsreligion ernannte?

Sarah Buzik

Geschichte

Gemeint war, dass Konstantin der Große durch sein Toleranzedikt im Jahr 313 - das so genannte Mailänder Edikt - die Ausübung des Christentums im Römischen Reich erst ermöglichte. Im Byzantinischen Reich wurde das Christentum im Jahr 380 durch Kaiser Theodosius I. zur Staatsreligion erhoben. In Armenien regierte der von Rom eingesetzte König Trdat III./IV. Aršakuni, der durch Grigor Lusavorič („der Erleuchter“), die Taufe empfing. Dieser wurde wohl um 314 in Kaisareia in Kappadokien zum Bischof geweiht und bewirkte als erster Katholikos die Annahme des Christentums als Staatsreligion in Armenien.

Historisch gesehen ist das legendäre Jahr 301 als Jahr für die Annahme des Christentums in Armenien nicht haltbar. Stattdessen vermutet man nach neuesten Forschungen eine Bekehrung der armenischen Fürsten um 315. Dennoch bleibt Armenien somit das älteste christliche Volk der Welt, wobei eben Kaiser Konstantin durchaus als Wegbereiter für das Christentum gelten darf.

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