Was mich an Byzanz immer fasziniert hat, sind die schillernden Goldhintergründe der Ikonen und Mosaike. Was bedeuten sie?

Petty

Wissenswertes

Der Goldgrund ist für byzantinische Ikonen und Mosaike sehr charakteristisch. Mit Goldgrund wurde zumeist die Flächigkeit des Dargestellten betont. Seit dem 4. Jh. verwendet man Gold als Ausdrucksmittel für die göttliche Transzendenz. Dadurch wird versucht eine raumlose Sphäre zu schaffen, die zugleich kostbar und feierlich anmutet. Zudem leuchtet das Gold aus sich selbst heraus, es symbolisiert das Licht. Die Vorstellung ist gewissermaßen, dass das "Heilige Element" aus dem Goldgrund hervortritt; Heiligenabbilder "leuchten" gewissermaßen aus sich selbst heraus. Man spielt hierbei mit der Erscheinung des göttlichen Lichts, von dem die Heiligendarstellung umgeben ist und sich geradezu abhebt. Ein Ikonenmaler hat sogar die Pflicht, diesen Effekt zu erzeugen. Diese Lichtwirkung wird auch "Offenbarungslicht" genannt. Auch die Tradition der russischen Ikonen geht letztendlich auf die byzantinische Ikonenmalerei zurück.

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