Gab es zur Zeit des weströmischen Reiches Wörterbücher und wenn ja wie gut waren diese? (zur Übersetzung Latein Griechisch und umgekehrt.)

Elisabeth

Wissenswertes

Die Abkehr von der lateinischen Sprache ist zweifellos eine jener Entwicklungen, die Konstantin den Großen an seinen mittelalterlichen Nachfolgern verwundert hätte. Latein war die Amtssprache und für die Identität des Reiches wichtig gewesen. Der östliche Mittelmeerraum war zwar stets griechisch geprägt, doch erlernte man Latein häufig als Fremdsprache, wie zahlreiche Papyri bezeugen, die sich in Ägypten erhalten haben. So wie in Byzanz Latein langsam in Vergessenheit geriet, war es im Westen mit Griechisch. Spärlich ist die Zahl mittelalterlicher Bücher, in denen zumindest antike Wortlisten kopiert wurden. In der Ausstellung ist ein herausragendes Beispiel für eine Art "Wörterbuch" zu sehen: Die „Hermeneumata“, zu Deutsch „Übersetzung“ oder „Interpretation“, früher zu Unrecht dem Grammatiker Dositheus (4. Jh.) zugeschrieben, dienten dem Erlernen des Griechischen im lateinischen Westen. Der erste Teil enthält ein alphabetisches Glossar, der zweite ein Sachvokabular, und im dritten Teil finden sich Gesprächsformeln.

 

Mein Besuch

0 Einträge Eintrag

Voraussichtliche Besuchszeit

Liste senden