Es interessiert mich wieso unter den vielen Reliquien aus dem Schatz vom St. Stephan die Wahl gerade an die Reliquie des Hl. Gregor von Nazianz fiel - da weitaus repräsentativere Reliquien aus dem Kaufvertrag von Konstatinopel im Domschatz vorhanden sind?

Eva Krauthaker, BA

Wissenswertes

[...] Wurde diese Relique bereits irgendwann ausgestellt oder geschah dies zum ersten Mal? Können Sie sagen wie die Reliquie ursprünglich gefasst wurde, wenn überhaupt bzw. wissen Sie wie die Reliquie in Konstantinopel ursprünglich aufbewahrt wurde? Wurden für die Ausstellungen Restaurierungsarbeiten an der Reliquie vorgenommen? Ein Schädel des Hl. Gregor von Nazianz wird auch im Welfenschatz (Kuppelreliquiar) angeführt. Grundsätzlich findet sich nur die Information, dass die Reliquien von G.v.N. bereits im 10. Jahrhundert nach Rom überführt wurden, im 16. Jh. in dem Dom von St. Peter translatiert wurden und 2004 an die ökumenische Kirche nach Konstantinopel retourniert wurden. Ich recherchiere nämlich wissenschaftlich zur Relique und würdemich über Ihre Antwort sehr freuen.

m Zuge der Recherchen für die Ausstellung konnte Dr. Christian Gastgeber von der Abteilung Byzanzforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften eine ganze Reihe von Reliquien in den alten Inventarlisten mit jenen auf der Liste im Dokument in Verbindung bringen. Von diesen wiederum ließen sich nicht alle zweifellos mit den heute erhaltenen Reliquien identifizieren. Unsere Wahl fiel dann auf zwei Reliquien, bei denen diese Zuordnung bis heute gegeben ist und die mit namhaften Heiligen verbunden sind. Zur ursprünglichen Fassung der Reliquie ist nichts bekannt. Unseres Wissens wurde die Reliquie heuer das erste Mal ausgestellt.
Christian Gastgeber hat seine Ergebnisse bereits publiziert. Für weitere Fragen zum Domschatz sollten Sie sich eventuell auch an den Archivar Reinhard Gruber wenden <r.gruber@edw.or.at>, der uns bei der Auswahl der Objekte behilflich war.

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