Liegen die Ursprünge des EU-Europa etwa eher in Byzanz, kommt der Kopf auf der zB. EUR 20 Note aus dieser Zeit, und waren die Probleme verbunden mit dem Brexit verbunden mit der Geschichte des UK?

GB

Wissenswertes

Das Byzantinische Reich taugt als Bezugspunkt für Narrative über den Ursprung der europäischen Einigung wenig, sahen sich die „Byzantiner“ doch nie nur als Teil Europas, sondern als „Römer“ im Sinne eines den gesamten Mittelmeerraum (mit Asien und Afrika) umfassenden Weltreichs. „Europe“ ist in der byzantinischen Verwaltungsterminologie eine relativ kleine Provinz unmittelbar im Hinterland von Konstantinopel (ungefähr der Teil der Türkei, der heute in Europa liegt). Eine Parallele kann man allenfalls in der Vision einer ethnische und sprachliche Grenzen überwindenden politischen Einheit sehen, die der Idee eines die gesamte Ökumene (im Sinne der bewohnten Welt) umfassenden Imperiums zugrunde lag.
Alle Euro-Banknoten symbolisieren jeweils eine Epoche der europäischen Kultur- und Geistesgeschichte. Der 20-Euro-Schein steht für die Zeit der Gotik (13.-14. Jh.), wobei die dargestellten Architekturelemente und Kunstwerke nur den Stil dieser Zeit wiedergeben sollen und nicht tatsächlich existierende Objekte abbilden. Somit besteht hier kein konkreter Bezug zu Byzanz.
Das komplexe Verhältnis Großbritanniens zum europäischen Einigungsprozess bis hin zum BREXIT liegt jenseits des zeitlichen und thematischen Horizonts der Ausstellung. Als umfassender Überblick dazu sei aber das Buch „BREXIT aus Versehen: Europäische Union zwischen Desintegration und neuer EU“ von Paul J.J. Welfens (Wiesbaden 2018) empfohlen.

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