Warum werden die Slaven in der Ausstellung ignoriert?

Jarmila Hanuska

Ausstellung

Die Beziehungen zwischen Byzanz und den slawischen Kulturen wären selbstverständlich ein faszinierendes Thema, das sich eine eigene Ausstellung verdienen würde. Dass diese Thematik bei uns keinen Platz gefunden hat, ist keineswegs einer allfälligen Geringschätzung geschuldet. Sie werden bemerkt haben, dass auch die Beziehungen nach Skandinavien, Britannien oder Spanien keinen Platz gefunden haben, weil wir das Thema eingrenzen mussten - auch weil die Zahl der Leihgeber sonst enorm angestiegen wäre. Um den langen Zeitraum für die Besucher leichter fassbar zu machen, haben wir uns in der Tat schwerpunktmäßig auf die Räume Frankreich/Heiliges Römisches Reich/Italien/Griechenland/Heiliges Land konzentriert. Die Schwerpunktsetzung hat schlussendlich auch mit den Forschungsprojekten zu tun, die aktuell in Wien und Mainz betrieben werden. Was die Kartengestaltung betrifft, so gilt erneut, dass wir meistens nur die großen Machtblöcke eingezeichnet haben, die für das konkrete Verständnis der Texte nötig sind. Das Medium Ausstellung birgt natürlich immer das Problem, dass man Sachverhalte meist sehr grob vereinfachen muss.

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