Was ist der Unterschied zwischen Babylon und Byzanz?

Bettina Forcher

Wissenswertes

Babylon ist ein Stadtstaat am Fluss Euphrat im Gebiet des heutigen Iraks mit einer Blütezeit zwischen 1800 vor und 100 n. Chr. Die Bewohner Babylons verehrten besonders den Stadtgott Marduk, er war nach Bestimmung des Herrschers Hammurapi (1792-1750 v. Chr.) oberster Gott der babylonischen Götterwelt.

Byzanz ist die moderne, vom Namen der Hauptstadt abgeleitete Bezeichnung des Oströmischen Reiches mit den Kerngebieten in der heutigen Türkei, in Griechenland und Bulgarien. Das Reich hatte von 330 bis 1453 n Chr. Bestand. Die Einwohner waren Christen, auch wenn sie sich über die Auslegung der heiligen Schriften gelegentlich stritten.

Daher besser die Frage, wo sind die Gemeinsamkeiten? Beide teilen sich ihren schlechten Ruf, der ihnen nachträglich oder von auswärtigen Protagonisten verliehen wurde. Im Neuen Testament, in der Offenbarung des Johannes (Offb 17 und 18) gilt Babylon als Hort der Sünde, als dekadent und gottesfeindlich. Im 18. Jh. beschrieb der britische Historiker Edward Gibbon (1737-1794) Byzanz als dekadente orientalische Despotie, was dem Ruf des Oströmischen Reiches lange anhaftete, aber heute unumstritten widerlegt ist.

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