Verließen die Pilger ihre Familien und wie kamen diese zurecht?

Herta Kuna

Alltag & Religion

Der byzantinische Pilger, das heißt der religiös bewegte Reisende ab dem 6./ 7. Jh., begab sich auf die gesellschaftlich angesehene Wallfahrt, um nach einer vergleichsweise kurzen Zeit wieder zum Heimatort zurückzukehren. Nur Mönche und Heilige hielten sich längere Zeit an den Sakralstätten auf, die „einfachen Menschen“ aber kehrten nach wenigen Wochen oder Monaten, je nach geographischem Ausgangspunkt der Reise, wieder zurück. Um diesen Aspekt zu fördern, gab es Verkürzungen der Reiserouten: im Heiligen Land etwa wurde es schnell unüblich, die entlegeneren Regionen in Galiläa zu besuchen, man konzentrierte sich auf die Region um Jerusalem. Interessante Orte, die ursprünglich nicht an der Route lagen, konnten durch eine bewusste veränderte Tradition dorthin verlagert werden: so wanderten etwa die Städte Sodom und Gomorra vom Südende des Toten Meeres an das Nordende, das an der Pilgerroute lag…

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