Wie konnte ein Angehöriger der letzten byzantinischen Kaiser, die ja ab dem 13. Jh aus der Dynastie der Palaiologen stammten, Fürst im norditalienischen Montferrat werden?

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Geschichte

Die Palaiologen kamen durch Erbschaft in den Besitz der Margrafschaft von Montferrat.

Markgraf Wilhelm VII. von Montferrat (auch Guglielmo il Gran Marchese) (reg. 1253–1292) hatte mit seiner dritten Ehefrau Beatrix von Kastilien drei Kinder: Yolande (Jolanthe) Irene, Johann und Alessina. Yolande Irene heiratete den byzantinischen Kaiser Andronikos II. Palaiologos (reg. 1282–1328). Das kaiserliche Paar hatte vier Kinder, die das Erwachsenenalter erreichten: Johannes Palaiologos (gest. 1307), Theodoros Palaiologos (gest. 1338), Simonida Palaiologina (gest. 1340), Demetrios Palaiologos (gest. nach 1343). Als der Bruder von Yolanthe Irene, Johann (Johann I.) im Jahr 1305 kinderlos verstarb, trat Yolanthes Sohn Theodoros (auch Theodor I.) Palaiologos in die Erbschaftsnachfolge und wurde Markgraf von Montferrat, womit er den italienischen Zweig der Palaiologen begründete. Er trat zudem zur Römisch-Katholischen Kirche über und galt als Befürworter der Unionspolitik zwischen römisch-katholischer und griechisch-orthodoxer Kirche.

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