Was waren die Lieblingsspeisen im Alltagsleben der alten Byzantiner?

Marijan

Alltag

Was die Byzantiner aßen hing stark von der aktuellen Jahreszeit und der finanziellen Lage ab. Bei der einfachen Bevölkerung standen überwiegend Brot, Getreidesuppen, Hülsenfrüchte, Gemüse wie Zwiebel und Kohl auf dem Speiseplan. Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte gab es für die einfache Bevölkerung nicht täglich. Zudem sah das orthodoxe Kirchenjahr an mehreren Tagen im Jahr strenges Fasten vor. An Fasttagen war somit der Genuss von Fleisch und Milchprodukten verboten. Als Hauptnahrungsmittel galt vor allem Brot. Darunter gab es mit dem paximadion eine dem heutigen Zwieback ähnliche Brotsorte, welche sehr lang haltbar war. Konstantinopel bezog seine Getreidevorräte aus Ägypten. Bereits Kaiser Konstantin erteilte staatlichen Bäckereien den Auftrag Brot an Bedürftige kostenlos zu verteilen. Fleisch galt im Byzantinischen Reich als Luxusgut und wurde manchmal auch von der einfachen Bevölkerung an hohen Feiertagen konsumiert. Salz hingegen galt als nicht wegzudenkendes Gewürz, da man mit Salz auch Lebensmittel haltbar machen konnte. So war auch getrockneter Fisch recht beliebt. Durch die Waräger, die sich seit dem 10. Jahrhundert in der kaiserlichen Leibgarde verdingten, fand auch getrockneter Stockfisch Verbreitung in der Bevölkerung. Über den Schwarzmeerhandel bezog man seit dem 12. Jh. auch Kaviar. Die Byzantiner kannten allerdings auch unterschiedliche Sorten von Gemüse, die gerne in Olivenöl, Salz oder Essig eingelegt wurden. Für die Zahnhygiene benutzte man einen gummiartigen Harz, Mastix, der die Konsistenz eines Kaugummis hatte. Zum Süßen von Speisen verwendete man oft Honig oder Rohrzucker.

 

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