Seit wann gibt es den Begriff „Byzantinisch“?

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Geschichte

Ab dem 16. Jhdt. Eigentlich verwendeten die Byzantiner selbst den Begriff „Römer“ oder „Rhomäer“. Die Byzantiner haben sich auch nach der Hinwendung zum Christentum auch weiterhin als Nachfolgestaat des Römischen Reiches betrachtet. Das Byzantinische Reich ist folglich geprägt durch die römische Staatsorganisation, die griechische Sprache und Kultur und die christliche Religion.
Der Begriff der „Byzantiner“ entstand im 16. Jahrhundert aus dem Begriff „Oströmer“. Er ist ein Kunstbegriff, der der Bevölkerungsgruppe von außen übergestülpt wurde. „Byzanz“ als Bezeichnung für das Oströmische Reich hat sich auch im 16. Jahrhundert durchgesetzt. Der Begriff wurde von dem deutschen humanistischen Gelehrten Hieronymus Wolf (1516-1580) geprägt.
Als Begründer der modernen wissenschaftlichen Byzantinistik im 19. Jahrhundert gilt Karl Krumbacher (1856 – 1909). Er hatte 1897 den ersten Lehrstuhl für Byzantinistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München inne. Im Vergleich dazu wurde in Wien das Institut für Byzantinistik erst im Jahre 1962 durch Herbert Hunger begründet.

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